Wiederbegegnet

Susanne und ich wollten gerade mit dem Projekt beginnen. Sanne
ist meine Projektmanagerin, so möchte ich es einmal nennen. Und
ich sah auf die Straße, bevor ich die Ateliertür schließen wollte.
Draußen stand die Mama von Alina. Sie winkte mir zu. Ich ging zu
ihr, und wir kamen ins Gespräch. Gerade als ich nach Alina fragen
wollte, kam sie auch schon mit dem Rad angefahren. Ihr Bruder lag
im Kinderwagen. Mit ihm, so ihr Wunsch, möchte sie gerne zusammen
von mir fotografiert werden.
Alina lief in die Galerie und erkannte sofort, dass neue Bilder an den
Wänden hingen. Sie sprudelte nur so. Und es war mir, als sei sie schon
hunderte Male mein Gast in der Galerie gewesen. Mit Sanne unterhielt
sie sich über das, was sie in Sannes Bildern entdeckte. Erstaunliche Entdeckungen schien sie da zu machen.
Alina bewegte sich ungezwungen. Und wusste auch sofort wieder damit
umzugehen, dass ich sie fotografierte. Dann kam ihr Vater hinzu, und ich
freue mich, dass ich auch ihn nun kennen lernen durfte. Auch mit ihm unterhielt ich mich angeregt, während Alina weiterhin auf Entdeckungsreise ging.
Sie fand auch gleich ihr Bild auf den Gemeindenachrichten meiner Kirchengemeinde. Ganz genau sah sie es sich an. Und wusste nicht, was sie dazu
sagen sollte.
Die „Geschichte“ mit Alina geht weiter. Und ich freue mich darüber.

Alina hat dafür gesorgt, dass das Konzept für mein Projekt noch klarer in eine
Richtung ging. Es war kein Zufall, dass sie so kurz vor Beginn unserer Arbeit
auftauchte. Es war, wie schon bei unserer ersten Begegnung, ein Glücksfall
der besonderen Art. Nein, es war Führung. Sie wurde vor meine Tür geführt.
Danke, liebe Sanne, für Deine Hilfe….

Jörg Kassühlke

-- Geboren in Northeim, Niedersachsen - - Gemeindereferent im pastoralen Dienst seit 2011 in Aschaffenburg - - Bücherfreund, ehemaliger Profifotograf, noch immer mit der Leica und dem iPhone unterwegs --

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